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Martin Lücke
Landheim 30
42279 Wuppertal
Tel. 0202/527937
Kreisanlaufstelle LNU Wuppertal



LNU - Martin Lücke - Landheim 30 - 42279 Wuppertal

Bezirksregierung Düsseldorf
z. H. Herrn Probst - 58.71
Postfach 300865

40408 Düsseldorf

3. Juli 2002

Betr.: Az 58.71-20 UVP Regiobahn, ME/W 82-03.02 SB, Strecke Mettmann - Vohwinkel

Sehr geehrter Herr Probst, sehr geehrte Frau Becker, sehr geehrte Damen und Herren,

besten Dank für die Übersendung der Unterlagen über die Planung der neuen Regionalbahnstrecke. Dazu nehme ich im Namen der Wuppertaler Naturschutzverbände für den Wuppertaler Bereich Stellung.

Vermisst wird bei der Vorlage die Angabe eventueller Alternativtrassen. Vor allem die noch vorhandene Trasse der ehemaligen Rheinischen Bahn Hahnenfurth - Ladebühne - Tesche, die anschließend leicht in die S 9-Trasse eingeschleift werden könnte, wird nicht mit aufgeführt. Dies sah der GEP Düsseldorf seinerzeit so vor. Unweit des jetzt angedachten Haltepunkts "Düssel" könnte an der S 9 der frühere Bahnhof Dornap mit nahezu dem gleichen Effekt wieder eingerichtet werden. Natürlich ist es denkbar, dass die Kalkindustrie den südlichen Bereich für Abbauzwecke frei bekommen will. Dies sollte dann in der UVP entsprechend angesprochen werden.

Hinzuweisen ist auch auf den Missstand fehlender Krötentunnel an der B7n. Diese aus Nachlässigkeit der zuständigen Bauverwaltung seinerzeit nicht realisierten Durchlässe wurden wegen der bevorstehenden Regionalbahnplanung zurückgestellt. Es muss künftig sichergestellt sein, dass seltene Tiervorkommen nicht noch zusätzlich belastet werden.

Nicht vertretbar scheinen mir die Aussagen zu dem überregional wichtigen Geotop "Böschung der Zufahrt Bahnhof Hahnenfurth". Es handelt sich hier um ein einmaliges Profil von oberdevonischen Schichten der Adorf- bis Dasberg-Stufe, das in dieser Abfolge erst wieder am Güterbahnhof Meschede in Sauerland zutage tritt. Es werden Fachgutachten der Landesanstalt für Ökologie Recklinghausen sowie des Geologischen Dienstes, Krefeld erforderlich sein. Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass hier entweder eine nördlicher gelegene Alternativtrasse oder ein sehr sensibel eingebrachtes Brückenbauwerk erforderlich werden. In jedem Falle sollten Einschnittböschungen der neuen Trasse, soweit sie in anstehenden, festem Gestein liegen, zum Ausgleich offen liegen bleiben.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr

Kopien an: Landesbüro Naturschutzverbände, Geologischer Dienst NRW, Krefeld