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Martin Lücke
Landheim 30
42279 Wuppertal
Tel. 0202/527937
Kreisanlaufstelle LNU Wuppertal



LNU - Martin Lücke - Landheim 30 - 42279 Wuppertal

Untere Wasserbehörde der Stadt Wuppertal
z. H. Frau E. Schäfer
Rathaus Barmen - Große Flurstraße 10
42269 Wuppertal

18.Juni 2002

Plangenehmigung Leyerbach Wuppertal-Ronsdorf

 Ihr Zeichen 103.20-724-001-2002, Verbände-Zeichen W 3-06.02 WA

Sehr geehrte Frau Schäfer, sehr geehrte Damen und Herren,

im Namen und Auftrag Wuppertaler Natur- und Umweltschutzverbände nehme ich Stellung zu dem genannten Plangenehmigungsverfahren nach § 31 WHG.

Die Entflechtung des Ronsdorfer Mischwassersystems und die Herausnahme von Regenwasseranteilen in Ronsdorf ist zu begrüßen. Schon in früheren Jahren hatten wir die Abwasserbelastung des Leyerbachs beklagt und sind deshalb erfreut , dass die Verlängerung des Morsbachsammlers Grundlage für die weitere Sanierung der Abwasserverhältnisse des Stadtteils sein kann.

Die dargestellten Einzelmaßnahmen erscheinen im Großen und Ganzen vernünftig und nachvollziehbar. Aus unserer Kenntnis der Ortslage geben wir einige Anregungen zu möglichen Verbesserungen oder zur Vermeidung von Schäden.

Es sollte versucht werden, das Regenwasser des Rückhaltebeckens Scheidtstraße der Getrennten Ableitung Leyerbach zwecks Steigerung der Effektivität zuzuleiten. Zu prüfen wäre, ob im oberen Abschnitt XI schon eine frühere Offenlegung möglich ist. Die Ökobilanz des Gesamtvorhabens wird recht positiv dargestellt. Es müsste aber von der Unteren Landschaftsbehörde nach Abschluss des Verfahrens ein genauer Vorher-Nachher-Vergleich durchgeführt werden. Möglicherweise sind die Eingriffe in den Vegetationsbestand des Stadtgartens nachher doch höher als prognostiziert. Vor allem sollte auch die unversiegelte Oberfläche des Weges im Stadtgarten größtmöglich erhalten bleiben. Besondere Sorgfalt ist wegen des größeren Gefälles kurz vor der Wiedereinleitung erforderlich, um dort stärkerer Erosion vorzubeugen. Über eine Verbesserung des anschließenden, stark betonierten Wasserlaufs wäre später nachzudenken.

Im übrigen ist anzunehmen, dass die offene Führung des Gewässers auf das lokale Stadtklima ausgleichend wirkt. Auch dürfte die Öffnung des Gewässers überhaupt als positives Signal verstanden werden, selbst wenn dadurch einige Parkplätze verloren gehen.

Mit freundlichen Grüßen Kopie an Landesbüro