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14

Erholung in der freien Landschaft

14.1

Die Beobachtung und das aktive Erleben der Natur können naturverträgliche Freizeitaktivitäten sein. Aus dem Erleben einer naturnahen Landschaft kann eine enge gefühlsmäßige Beziehung zur Natur erwachsen, die dem Naturschutz zu Gute kommt. Die Erholungs- und Freizeitnutzung von Natur und Landschaft ist daher zu gewährleisten, aber landschaftsverträglich zu gestalten und zu lenken.

14.2

Mit dem modernen Massentourismus und touristischen Aktivitäten sind erhebliche Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft verbunden. Da der Wirtschaftsbereich Freizeit und Erholung neben der Land- und Forstwirtschaft in strukturschwachen Gebieten oft die einzige realistische Alternative auf dem Weg zur Stärkung der Wirtschaftskraft ist, bedarf dieser Konflikt einer Lösung. Ein, dem Prinzip der Nachhaltigkeit folgender verantwortungsbewusster Umgang mit Natur und Umwelt ist für den Bereich Freizeit, Erholung und Tourismus eine unabdingbare Voraussetzung, um unsere Lebensgrundlagen und eine hohe Lebens- und damit auch Freizeitqualität für uns selbst und für künftige Generationen zu sichern. Im einzelnen fordert die LNU:

14.2.1

Die Attraktivität der Städte und Ballungsräume für die Erholung und die Möglichkeiten zum Naturerleben auch in diesen Bereichen sind so zu verbessern, dass der Freizeitdruck auf die freie Landschaft vermindert wird.

14.2.2

Durch Einrichtung von "Naturerlebnisgebieten" ist dem Wunsch der Menschen nach einer Begegnung mit der freilebenden Tier- und Pflanzenwelt Rechnung zu tragen. Durch Lenkung der Besucher sind Beeinträchtigungen von Flora und Fauna in den Schutzgebieten auszuschließen, während außerhalb durch zielgerichtete Gestaltung und Anreicherung der Biotope sowie durch die Einrichtung von Informationszentren, Gehegen und Naturlehrpfaden das Natur- erleben erleichtert und intensiviert wird.

14.2.3

Stark von Besuchern frequentierte Schutzgebiete und sensible Bereiche bedürfen einer Besucherlenkung. In Informationszentren sollten die Erholungs- suchenden über den Wert und die Bedeutung der Schutzgebiete und die daraus resultierenden Nutzungsbeschränkungen aufgeklärt werden.

14.2.4

Die Errichtung von Freizeit- und Erholungsanlagen wie Campingplätze, Sportanlagen, Freizeitparks und Ferienzentren muss – wenn sie nicht zu um- gehen ist – an bestehende Siedlungen angebunden sein, um weiteren Flächenverbrauch in der freien Landschaft zu vermeiden.

14.2.5

Naturnahe und empfindliche Bereiche, vor allem Talauen, Seen und Flussufer, sind von Freizeitanlagen so weit wie möglich freizuhalten. Wo Freizeitanlagen unbedingt Anschluss an ein Ufer brauchen (z.B. Bootshäuser, Anlegestellen), müssen sie auf einen möglichst kleinen Uferbereich konzentriert werden.

14.3

Die Entwicklung von naturverträglichen Formen der Freizeit und Erholung bedarf der Kooperation von Behörden, Naturschutzverbänden, Fremdenverkehrswirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft. Die LNU steht für diese Aufgabe als kompetente Ansprechpartnerin zur Verfügung.

 
1. Verbandspolitik 2. Wirtschaft 3. Energie 4. Abfallvermeidung 5. Raumordnung und Verkehr 6. Naturschutz und Landschaftspflege 7. Schutz historischer Kulturlandschaften
8. Landwirtschaft 9. Gewässer 10. Fischerei 11. Wald und Forstwirtschaft 12. Jagd 13. Umwelterziehung / Umweltbildung 14. Erholung in der freien Landschaft