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13

Umwelterziehung / Umweltbildung

 

Als unverzichtbarer Bestandteil der Zukunftsvorsorge bleiben Umwelterziehung und Umweltbildung zentrale Anliegen der LNU, die dazu vorrangig die folgenden Forderungen erhebt:

13.1

Alle Institutionen und gesellschaftlichen Gruppierungen, die erzieherisch oder bildend tätig sind, sind anzuhalten, Umwelterziehung bzw. Umweltbildung in ihren Aufgabenkatalog aufzunehmen.

13.2

Die Natur- und Umweltschutzakademie des Landes Nordrhein-Westfalen ist als Kooperationsmodell von Land und anerkannten Naturschutzverbänden so zu fördern und weiterzuentwickeln, dass sie ihren umfassenden Bildungsauftrag auf dem Gebiet der Umweltbildung optimal wahrnehmen kann.

13.3

Die LNU setzt sich für eine dauerhaft gesicherte Finanzierung aller umwelt- pädagogischen Einrichtungen ihrer Mitgliedsverbände ein.

13.4

Die Arbeit der Umweltpädagogen und der ehren- und nebenamtlichen Mitarbeiter muss durch eine stärkere Professionalisierung noch effizienter gemacht werden. Erforderlich ist auch eine intensivere Vernetzung der Arbeit der unter- schiedlichen Einrichtungen.

13.5

Wissenschafts- und Schulministerium, Bezirksregierungen und örtliche Schul- träger müssen ihre Bemühungen zur Förderung der Umwelterziehung in den Schulen und Hochschulen erheblich verstärken, indem sie

13.5.1

– veranlassen, dass Grundlagen der Umweltbildung (einschließlich von Artenkenntnissen) in den einschlägigen Lehramtsstudiengängen vermittelt werden;

13.5.2

– die Lehrerfortbildung auf allen Ebenen (Schule, Bezirksregierung, Landesinstitut) weiter ausbauen und

13.5.3

– die organistorischen und pädagogischen Rahmenbedingungen für die Umwelterziehung in den Schulen verbessern, u.a. durch Förderung projekt- bezogener Arbeiten und aller vorhandenen und noch geplanten Schulgärten.

13.6

Natur- und Umweltschutzwissen muss noch stärker und nachhaltiger in die Berufsausbildung einbezogen werden, und zwar sowohl im Bereich der beruflichen Ausbildungspraxis als auch in Berufsfachschulen, in Fachhochschulen und Universitäten. Auch in der Erwachsenenbildung muss stärker Natur- und Umweltschutzwissen vermittelt werden.

13.7

Die Kommunen sind gehalten – gegebenenfalls in Zusammenarbeit mit örtlichen Verbänden –

13.7.1

– Umweltzentren einzurichten und vorhandene intensiv zu fördern und miteinander und mit anderen umweltrelevanten Einrichtungen zu vernetzen, um die Angebote für die umwelterzieherische Arbeit der Schulen, der Verbände und Gruppen, aber auch für Nichtorganisierte auszuweiten und zu optimieren und

13.7.2

– vor allem auch vor dem Hintergrund des Agenda-Prozesses die Umweltbildung aller Bürger zu fördern, u.a. durch eine intensive Öffentlichkeitsarbeit und die Einrichtung von Beratungsstellen.

13.8

Die Arbeit zahlreicher LNU-Mitgliedsverbände auf dem Gebiet der Umwelterziehung und Umweltbildung kann und muss noch stärker ausgeweitet werden; in dieser Hinsicht noch nicht aktive Mitgliedsverbände sollten möglichst bald entsprechende Initiativen ergreifen.

13.9

Die LNU-Mitgliedsverbände sollten sich an ihrem jeweiligen Wirkungsort um enge Kontakte zu vorhandenen Umweltbildungseinrichtungen bemühen und durch aktive Kooperation sicherstellen, dass

13.9.1

– die gesamte Bandbreite der Umweltbildung – vor allem auch im Sinne der "Naturerziehung" – wahrgenommen wird und

13.9.2

– durch ihr Angebot von Anschauung und von Fallbeispielen die lokale Situation sichtbar und der Standort- und Heimatbezug gefördert werden.

 
1. Verbandspolitik 2. Wirtschaft 3. Energie 4. Abfallvermeidung 5. Raumordnung und Verkehr 6. Naturschutz und Landschaftspflege 7. Schutz historischer Kulturlandschaften
8. Landwirtschaft 9. Gewδsser 10. Fischerei 11. Wald und Forstwirtschaft 12. Jagd 13. Umwelterziehung / Umweltbildung 14. Erholung in der freien Landschaft