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Jagd

 

In der Vergangenheit ist einem Teil der jagdlichen Praxis, der sehr wohl direkt oder indirekt Einfluss auf die Umwelt allgemein oder den Artenschutz im besonderen hat, von Seiten des Natur- und Umweltschutzes zu wenig Beachtung gewidmet worden. Ziel muss es sein, ökologische Prinzipien in die Jagdausübung einzubeziehen. Daraus ergibt sich ein Nachholbedarf, der mit den folgenden Forderungen umrissen werden soll (vgl. außerdem Kapitel "Wald und Forstwirtschaft):

12.1

Die Erfüllung der Abschusspläne muss wirksam kontrolliert werden, z.B. durch den körperlichen Nachweis auch beim weiblichen Schalenwild.

12.2

Wildfütterung (mit Ausnahme des Rotwildes) ist zu verbieten (Beim Rotwild kann eine Erhaltungsfütterung erforderlich sein, weil die ursprünglichen Winterlebensräume dieser Wildart für sie nicht mehr zugänglich sind. Allerdings muss sich diese auf Rauhfutter wie Heu und Grassilage beschränken. Sondergenehmigungen für "Ablenkungsfütterungen" für das Schwarzwild sollten zur Minimierung von Flurschäden möglich sein).

12.3

In Rotwildbezirken sind Ruhegebiete auszuweisen, in denen neben dem Erholungsverkehr auch die Jagd einschränkenden Regelungen unterliegt, so dass das Wild jederzeit zur Äsung kommen kann.

12.4

Das Aussetzen von Tieren aus jagdlichen Gründen ist generell zu verbieten, die Wiedereinbürgerung heimischer Wildarten gründlich abzuwägen und nur dort zu gestatten, wo für die Arten geeignete Lebensräume vorhanden sind oder wieder hergerichtet wurden.

12.5

Die Jagdzeiten sind zu verkürzen, soweit dadurch die Erfüllung des Mindestabschusses nicht in Frage gestellt wird (u. U. sind die zulässigen Jagdmethoden zu erweitern.).

12.6

Der Bestand von Sikawild und Muffelwild ist vor allem in Naturschutzgebieten zu reduzieren.

12.7

Gefährdete Arten müssen eine ganzjährige Schonzeit erhalten.

12.8

Die Jagdbehörden bei den Kreisen und kreisfreien Städten müssen durch eine enge Zusammenarbeit mit den Landschafts- und Forstbehörden die erforderliche Kompetenz sicherstellen.

12.9

Die Fallenjagd in Naturschutzgebieten muss ausgeschlossen sein.

12.10

Die Wasservogeljagd ist nur von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang zu erlauben, um die Gefahr der Verwechslung von Arten zu minimieren.

12.11

Bleischrot muss – wie in anderen Ländern – durch nicht umweltgefährdende Munition ersetzt, werden.

12.12

Die Bestimmungen über Art und Umfang der Jagdausübung in NSG müssen an den Schutzzielen des jeweiligen Gebietes orientiert sein.

12.13

Die Sitzungen der Jagdbeiräte sind grundsätzlich der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

 
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