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Landwirtschaft

 

Die Intensivierung der landwirtschaftlichen Bodennutzung infolge der allgemeinen ökonomischen Entwicklung und als Ergebnis der EU-Agrarpolitik hat in den letzten Jahrzehnten Natur und Landschaft erheblich verarmen lassen. Obwohl für die Agrarpolitik vor allem EU und Bundesregierung verantwortlich sind, gibt es auch auf allen anderen Ebenen Möglichkeiten zur Unterstützung einer umweltschonenden Landbewirtschaftung. Im einzelnen fordert die LNU:

8.1

– Einsatz von Maßnahmen und Geldmitteln zur Entwicklung der Landwirtschaft in einer Weise, die Schäden an Natur und Landschaft ausschließt und – wo immer möglich – Verbesserungen hinsichtlich des abiotischen, biotischen und ästhetischen Ressourcenschutzes bewirkt;

8.2

– bestmögliche Sicherung der bäuerlichen Betriebe in Mittelgebirgslagen durch Förderung rentabler Weidewirtschaft unter besonderer Berücksichtigung von landschaftsästhetischen und ökologischen Vorranggebieten;

8.3

– statt zeitlich befristeter Stillegung grundsätzlich Vorrang von Maßnahmen zur Förderung einer umweltschonenden Landnutzung, zur Extensivierung der landwirtschaftlichen Produktion, zur Bereitstellung von Flächen für den Naturschutz oder für eine Aufforstung mit standortgerechten, einheimischen Gehölzen;

8.4

– aus Gründen der Vorbildwirkung standortangepassten ökologischen Landbau auf allen landwirtschaftlich genutzten Flächen in öffentlichem oder kirchlichem Eigentum;

8.5

– Einstellung der alten Flurbereinigungsverfahren nach § 1 Flurbereinigungsgesetz (landwirtschaftliche Optimierung);

8.6

– Einleitung neuer Flurbereinigungsverfahren mit den Zielen a) Bereitstellung der für den Naturschutz erforderlichen Flächen, b) Aufbau und Ergänzung eines Gewässerrandstreifensystems, c) Rückbau von Gewässern u.a.;

8.7

– Abschaffung nicht artgerechter Massentierhaltung (Die Privilegien der Landwirtschaft sollten grundsätzlich für den Bereich der Massentierhaltung entfallen. Diese Betriebe sind Gewerbebetrieben gleichzustellen, Gülle und andere Abfallstoffe dem Abfallrecht zu unterwerfen);

8.8

– Einführung einer Stickstoffsteuer mit dem Ziel der Reduzierung des Düngereintrags;

8.9

– Produktion "nachwachsender Rohstoffe", wenn sie in der Ökobilanz eine deutliche Entlastung des Naturhaushaltes bewirken;

8.10

– Förderung des ökologischen Landbaus, eine Förderung integrierter Landbaumethoden oder anderer Landbauverfahren nur dann, wenn die Mindeststandards umweltschonender Landbewirtschaftung deutlich verbessert werden;

8.11

– keine Zulassung von gentechnisch herbizidresistenten Nutzpflanzen, da diese zu einem verstärkten Herbizideinsatz führen;

8.12

– Hilfe bei der Direkt- und Regionalvermarktung landwirtschaftlicher Produkte;

8.13

– Entwicklung und Pflege dauerhafter Zwischenstrukturen (Gewässerrandstreifen, Raine, Säume entlang von Hecken, Waldrändern, Grenzen von Naturschutzgebieten etc.) in Agrarlandschaften;

8.14

– stärkere Förderung alter Haus- und Nutztierrassen.

 
1. Verbandspolitik 2. Wirtschaft 3. Energie 4. Abfallvermeidung 5. Raumordnung und Verkehr 6. Naturschutz und Landschaftspflege 7. Schutz historischer Kulturlandschaften
8. Landwirtschaft 9. Gewδsser 10. Fischerei 11. Wald und Forstwirtschaft 12. Jagd 13. Umwelterziehung / Umweltbildung 14. Erholung in der freien Landschaft