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2

Wirtschaft

2.1

Die Bewohner Europas verbrauchen weitaus mehr Energie und Rohstoffe als es ihrem Anteil an der Weltbevölkerung entspräche. Es sind die industrialisierten Staaten des Nordens, deren Wirtschaftsweise und Konsum die Vorräte der Erde plündern und das Erdklima bedrohen. Der materielle Wohlstand in diesen Ländern geht zu Lasten der Dritten Welt, zukünftiger Generationen sowie des Naturhaushaltes, auf’ dessen Stabilität und Reichtum alle Menschen angewiesen sind.

2.2

Eine zukunftsfähige und ökologisch verantwortbare Wirtschaft muss den Verbrauch von Energie und Rohstoffen drastisch reduzieren, Abfälle, Emissionen und den Flächenverbrauch minimieren und Möglichkeiten zur Flächenentsiegelung und -rückgewinnung nutzen.

2.3

Ökologie und Ökonomie dürfen nicht länger gegeneinander ausgespielt werden. Insbesondere sollten alternative Wirtschaftsformen gefördert werden, um durch Erhalt und Verbesserung ökologischer Standards nach Möglichkeit neue Arbeitsplätze zu schaffen.

2.4

Es ist festzustellen, dass es nicht der Natur- und Umweltschutz war, der zur bis- lang größten Arbeitslosigkeit in der Geschichte unserer Republik geführt hat, sondern das bisherige, weitgehend ökologischen Prinzipien zuwiderlaufende Handeln der Gesellschaft. Tatsächlich ist ein wesentlicher Grund die Substitution menschlicher Arbeit durch nicht regenerierbare Ressourcen. Die LNU stellt sich keineswegs gegen humanisierenden technischen Fortschritt, wohl aber gegen solchen, der ökologische und daraus folgende soziale Probleme immer weiter verschärft. Sie fordert von den Entscheidungsträgern auf allen Ebenen (von den Kommunen bis hin zur EU), ordnungspolitische Parameter zu setzen, die die zivilisatorische Evolution in eine zukunftsfähige Richtung leiten – und dies nicht nur in NRW.

2.5

Insbesondere fordern wir:

2.5.1

– falsche Maßstäbe der Wirtschaftspolitik, insbesondere das derzeitige Verständnis des Bruttosozialprodukts und des Wirtschaftswachstums durch solche zu ersetzen, die die Kosten des Wachstums und der Umweltzerstörung berück- sichtigen und soziale, ökologische und ökonomische Faktoren ausgewogen bewerten;

2.5.2

– gesunde Lebensbedingungen und eine hohe Umweltqualität als entscheidende Standortfaktoren für die Zukunft anzuerkennen und – auch durch entsprechen- de Wirtschaftsweise – zu fördern;

2.5.3

– den Umwelt- und Naturverbrauch steuerlich zu belasten und die menschliche Arbeit in gleichem Maße zu begünstigen, damit durch "falsche Preise" verursachte Naturzerstörung und Ressourcenverbrauch gemindert und die Massenarbeitslosigkeit samt ihrer sozialen Folgen verringert werden;

2.5.4

– den Abbau von Sand, Kies und Kalk stark zu reduzieren durch konsequente Ausschöpfung aller Möglichkeiten zur Einsparung von Baustoffen wie a) konsequente Verwendung von Ersatzstoffen (Recyclingmaterial), b) sparsamen Einsatz von Baustoffen (z.B. Wiedernutzung brachstehender Gebäude), c) konsequenten Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen (insbesondere Holz) sowie d) Überarbeitung von Bauvorschriften und Normen;

2.5.5

– sicherzustellen, dass es im Zuge der Globalisierung der Märkte nicht zur Verlagerung umweltbelastender Produktionsweisen und damit zu verstärkten Schäden an Natur und Landschaft in anderen Staaten kommt;

2.5.6

– sachgerechte Stoff- und Ökobilanzen sowie öffentliche Umweltberichte für Betriebe, Produkte und Regionen aufzustellen;

2.5.7

– eine Wirtschaftsförderungs- und Strukturpolitik einzuführen, die auf Umweltvorsorge basiert und die umweltverträglichsten Produkte und Verfahren begünstigt.

 
1. Verbandspolitik 2. Wirtschaft 3. Energie 4. Abfallvermeidung 5. Raumordnung und Verkehr 6. Naturschutz und Landschaftspflege 7. Schutz historischer Kulturlandschaften
8. Landwirtschaft 9. Gewässer 10. Fischerei 11. Wald und Forstwirtschaft 12. Jagd 13. Umwelterziehung / Umweltbildung 14. Erholung in der freien Landschaft